TRISTAR News

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Tristar Trainingslager Südtirol 2017

In die Beine atmen. Neben uns ragt ein Besorgnis erregend hoher Berg unbekannter Höhe Richtung Himmel. Am Hinterrad des Vordermanns festkleben. Bloß den Windschatten nicht verlieren. Die Stadt im Tal schwindet, wird kleiner, der Ausblick mit jedem Tritt grandioser. Wir testen noch einmal die Schaltung, ob wir nicht doch einen Gang übersehen haben. Die Tritte werden schwerer. Eine Rampe noch? - hinter der Kurve kommt schon die Nächste. Augen zu, weitertreten. So ein Oberschenkel kann ja nicht explodieren, oder doch ? Alles nur Kopfsache. Oben angekommen sammelt sich unsere mittlerweile zwischen den vielen Serpentinen zersplitterte Radelgruppe wieder. Ausblick genießen, hinlegen ?- Nix. Wir sind schließlich nicht die "Capuccino Gruppe". Weiter. Jetzt weniger steil, dafür umso kälter. Wir sind auf über 1600m Höhe. Neben uns glitzert der Schnee. Die Landschaft ist atemberaubend. Eine Mischung aus Schwarzwald und Toskana und doch irgendwas eigenes. Wir fahren durch verträumte Dörfer an verlassenen Bauernhäuser vorbei. Andere Radfahrer grüßen.
Der nächste Pass wartet schon. Wir mobilisieren letzte Kraftreserven. Irgendwann machen wir dann die ersehnte Kaffeepause. Es gibt viele kleine Cafés hier.  Herzlich lächelnd werden wir bedient, wahrscheinlich machen die Cafebesitzer heute den Umsatz von einer ganzen Woche. Flaschen werden aufgefüllt, winzige Nickerchen gemacht, der Blick baumelt in der Ferne. Bis es dann heißt "aufsteigen", weiterfahren. Ein "kleiner Hügel" erwartet uns noch- 700hM. Voll easy, ein paar 17% Rampen, aber wir sind ja mittlerweile fit.
Und halbtot. Aber das ist egal, denn nach 6h sind wir dann endlich wieder "Zuhause". Unser Zuhause auf Zeit ist das Hotel Cristallo in Levico Terme, eine absolute Topadresse für Radsportler und Triathleten wie uns. 
Es gibt nichts besseres als mit schweren Beinen halbnackt am Pool zu liegen und in der prallen Sonne Sachertorte zu löffeln. Wer sich traut, nimmt ein erfrischendes Bad im eiskalten Pool. Und wenn dann 60-facher Adoptivopa Günther auch mal die Blackroll ausprobiert, merkt man, dass es sich eigentlich verdammt gut leben lässt, in so einem Trainingslager und man beneidet Profisportler wie Sebi Neef, der ein gefühltes halbes Leben in einem solchen verbringt. 
Das Ende vom Tag ist aber noch fern. Schließlich gehören zum Triathlon noch andere Sportarten. Während sich einige die Zeit bis zum Abendessen mit Laufen oder Schwimmen vertreiben, beschließen wir die Regenerationszeit durch ausgiebiges Saunieren zu verkürzen.      
Es gibt einen prima Wellnessbereich. Man tauscht sich dort aus, das gesamte Hotel scheint vom Tristar besetzt. Pünktlich zum Abendessen sitzen wir dann alle wieder versammelt am Tisch. Das Abendessen hat es wirklich in sich. Ein 2-3 stuendiges 6 Gänge- Menue erwartet uns. Besondere Aufmunterung verspricht die allabendliche Essenskarte in "googleübersetzer-Deutsch". Da entpuppt sich die Bratwurst als rotes Salatblatt, während der Wein "auf Levico See Hintergrund lagert".
 
Während Servicekraft Veronica sich mit einem Getraenkebestellsystem um uns kümmert, dessen Sinn sich uns bis zum letzen Abend nicht erschloss, werden bereits Pläne für den nächsten Tag geschmiedet. 
Eine Radeltour zum 60km entfernten Gardasee, ein 4 stuendiges Koppeltraining der besonderen Art, oder doch lieber eine Wanderung durch die alten Weinberganlagen hoch zum Gipfelkreuz? 60 Teilnehmer bedeuten jede Menge Ideen und Angebote. Wer sich nicht absichtlich langweilen will (dieses Bedürfnis verspüren einige am Regenerationstag tatsächlich) hat viele Möglichkeiten.
Pünktlich zum Schönwetterabschnittsende reisen wir dann wieder ab. 
Sämtliche Räder werden verladen, letze wehmütige Blicke in die wolkenverhangenen Berge geworfen, die man sich die letzen Tage zum Freund gemacht hat. Der beruehmt berüchtigte Regensburger Schelmengraben erscheint jetzt ein Klacks.
Als sich dann der todstille Bus voller schlafender Regensburger langsam auf der Autobahn Richtung Heimat bewegt, der Regen auf den Bus in Strömen niederprasselt, können wir uns sicher sein, dass uns eine atemberaubende Triathlon Saison 2017 bevorsteht, die gerade begonnen hat.
 
Der Tristar Regensburg jedenfalls ist in Topform.
 
Ein großer Dank geht an alle Mitwirkenden & Organisatoren!
Auf ein Neues in 2018! 

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