Liga: Am Rothsee mit Licht und Schatten für die Tristar-Teams

Vergangenen Samstag fand am Rothsee traditionell das 2. Liga-Rennen der Saison für unsere beiden Teams statt. Unter nicht so straffen Hygieneauflagen wie in Darmstadt war dieses Mal wieder ein windschattenfreies Rennen erlaubt. Auch fand beim Schwimmen ein gewohnter Massenstart statt.
Bis kurz vor dem Wettkampf war für die Herren nicht klar, ob überhaupt eine Mannschaft in der Mindestbesetzung von 4 Personen an den Start gehen kann. In Abwesenheit von Sebastian Neef, der die olympische Distanz am Sonntag ebenfalls am Rothsee vorzog und dort auch gewann, opferte sich wie so oft in den letzten Jahren Simon Feigl, dessen Performance durch einen erheblichen Trainingsrückstand eher limitiert war. Ebenfalls war der Start von Marchelo Kunzelmann mehr als fraglich, weil er eigentlich aufgrund der Hochwasserkatastrophe als angehender Polizist ins Einsatzgebiet zitiert wurde. Nur seinem verständnisvollen und sportbegeisterten Dienstvorgesetzten war es zu verdanken, dass Marchelo dennoch eine Freigabe für uns erhielt. Er musste jedoch unmittelbar nach den Zieleinlauf nach Köln weiter fahren und seinen Dienst antreten. Marchelo biss sich durch das Rennen, musste am Rad viel Führungsarbeit leisten und behauptete sich am Ende dennoch wieder unter den Top Ten im Gesamtfeld. Luca Bauer und Dani Jungkunz etablierten sich ähnlich wie in Darmstadt im sichereren Mittelfeld. Simon Feigl lief an seinem persönlichen Limit ins Ziel. Am Ende kam immerhin ein 11. Gesamtplatz von 14 Mannschaften heraus.
Bei den Damen gab es Licht und Schatten. Sowohl Eva Schien als auch Ines Bradshaw hatten mit kleinen Defekten am Rad gleich zu Beginn der Radstrecke zu kämpfen. Bei beiden war die Kette herausgesprungen. Zudem gelang es Eva nicht sofort, ihren Radschuh zu ordern. Das Trauma vom Rothsee schlug bei Eva hier erneut zu. Vor 2 Jahren absolvierte sie die Radstrecke auch nur mit einem Schuh. Karin Jung legte eine starke Schwimmleistung hin und konnte so die erste Radgruppe erreichen. Glänzend aufgelegt war unser Neuzugang und die Kampfmaschine Chrissi Pietzner, die mit ihrer Gesamtplatzierung als Neunte erneut aufhorchen ließ. Mit 380 Watt drückte sie die Hügel am Rothsee durch und sprach danach vom härtestes Radrennen ihres Lebens.
Die Damen ließen nichts anbrennen und erreichten wie in Darmstadt den 5. Gesamtplatz von 8 Teams. Das nächste und letzte Liga-Rennen findet für uns am 8. August in Nürnberg statt. Die von der DTU weiteren angebotenen Wettkämpfe in Saarbrücken und Baunatal werden nicht von Tristar belegt, da sie in keinem Verhältnis zum Kosten/Nutzenfaktor stehen. Hintergrund ist dazu, dass in dieser Saison aufgrund der Corona-Pandemie keine Liga-Wertung stattfindet. Es gibt also weder Auf.- noch Absteiger.

Frank Eckert

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